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40 Jahre Mädchenchor und 66 Jahre Rundfunk-Jugendchor Wernigerode
Ehemaligentreffen am 6. Mai 2017

Rezension Volksstimme /Nachklang
Bestellung des Erinnerungs-Films: hier



Jerusalem 21.-29.11.2015

Eine ganz besondere Chorreise des Mädchenchores (Film)

Auf Einladung des Ankor Choir Jerusalem von der "Jerusalem Academy of Music and Dance", der 2013 unsere Schule besuchte, reiste der Mädchenchor im November 2015 nach Jerusalem.
Mit gemischten Gefühlen traten 39 Mädchen mit ihrem Chorleiter und 7 weiteren Betreuern am Samstag, den 21.11.2015 um 15.45 Uhr die Reise an. Nach einer vierstündigen Busfahrt erreichte die Gruppe den Flughafen Berlin Tegel. Einige Sicherheitskontrollen mussten überwunden werden und ebenso eine relativ lange Wartezeit, umso größer war die Aufregung. Von Tel Aviv fuhren wir mit dem Bus nach Jerusalem.

In der “Jerusalem Academy of Music and Dance” angekommen frühstückten wir gemeinsam mit dem Ankor Choir. Frisch gestärkt, aber immer noch recht erschöpft von der Reise, machten wir uns auf den Weg zu einer informativen Stadtführung, die uns die Altstadt mit vielen religiösen Stätten nahebringen sollte. Die Geschichte und Architektur Jerusalems beeindruckte uns alle, vor allem die Klagemauer und Oskar Schindlers Grab. Nach einem sättigenden Lunch folgte die intensive dreistündige Chorprobe mit unserem Partnerchor, bei der sich die Klänge beider Chöre vereinten. Diese Probe bildete von da an täglich den Abschluss des Tages. Anschließend wurden wir bei unseren Gastfamilien untergebracht.

Am nächsten Morgen fanden wir uns um 7.30 Uhr in der Akademie ein und gingen von dort aus gemeinsam zum Israel-Museum. Hier gab es eine riesige Kunstgalerie und einen Kunstgarten sowie den sogenannten „Schrein“, bei dem es sich um eines der ältesten religiösen Funde der Welt handelt. Außerdem befindet sich dort die kleinste Bibel der Welt, so groß wie ein Sandkorn.

Der darauf folgende Dienstag war ein sehr entspannter Tag, den der Mädchenchor im “Biblical Zoo” verbrachte. Hier befinden sich alle Tierarten, die in der Bibel erwähnt werden. Mit dem Besuch des „Wohl Rose Park“, einem Blick auf das Knesset, dem israelischen Staatsgebäude sowie der Besichtigung der „Jerusalem Great Synagogue“ begann der vierte Tag in Jerusalem. Wir informierten uns gegenseitig über die besichtigten Gebäude oder Stätten.

„Sport frei!“ hieß es für uns am Donnerstagmorgen. Nach einer kurzen Pause durften wir dem Tanzunterricht beiwohnen und ebenso dem Musikunterricht – ein interessanter Einblick in die verschiedenen Bereiche der Akademie. Etliche Schüler lauschten in der großen Aula dem ersten Gemeinschaftskonzert. Zum Abschluss sangen beide Chöre das israelische Lied „The tree with the hollow heart“. Unter tosendem Applaus wurde das Konzert beendet, jedoch ging es jetzt für einige erst richtig los: die berühmte 83-jährige Stimmbildungslehrerin, Bibiana Goldenthal, unterrichtete einige unserer Mitstreiterinnen im Gesang und gab ihnen wertvolle Hinweise.
Am Freitag besuchten wir Yad Vashem, das mahnende Holocaust-Museum. Nach einer kurzen Einweisung und dem Erhalt unserer Audioguides machte sich jeder selbstständig auf den Weg durch das Museum. Zu Beginn wurde man mit der Thematik vertraut gemacht und schon nach zehn Minuten waren alle schockiert und entsetzt. Die grausame und leider reale Beschreibung und Darstellung der Zeit des Nationalsozialismus und des Antisemitismus löste tiefe Bestürzung, Trauer und Mitgefühl aus. Nach dieser Erfahrung waren alle sehr schweigsam und nachdenklich.
Dennoch feierte abends jeder in seiner Gastfamilie „Shabat”. Wir aßen landestypische Speisen wie z.B. „Humus“, einen Brei aus Kichererbsen.
Am nächsten Tag gaben beide Chöre im „Kibbutz Ramat Rachel”, einem ökodorfähnlichen Komplex, ein wunderschönes Abschlusskonzert. Leider viel zu früh fand am Abend die Abschiedsfeier in der Schule statt. Wir tauschten noch einmal Eindrücke und Erinnerungen der Reise aus. Mit gemeinsamen Tänzen und Spielen verbrachten wir die letzten Stunden in Jerusalem.
Um Mitternacht wurden wir abgeholt und zum Flughafen gebracht. Dort passierten wir die umfangreichen Sicherheitskontrollen und flogen um 05.30 Uhr zurück nach Berlin Tegel und weiter mit dem Bus nach Wernigerode.
Ein besonderer Dank gilt Herrn Fiala und Herrn Dr. Gieseler, die die intensive Vorbereitung und Organisation übernommen hatten.
Die Erlebnisse dieser Reise werden noch lange in uns nachklingen.

Coleen Dreher, Emelie Imkamp (Klasse 10m1)


Dieser Filmwurde durch die Hochschule Harz ermöglicht.