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Musikalische Spezialausbildung


  • Stimmbildung: Im Mittelpunkt des Unterrichts im Fach Stimmbildung steht die Pflege und Gesunderhaltung der jugendlichen Stimmen. Diese stimmbildnerische Arbeit findet in Form von Gruppen- und Einzelunterricht statt. Unter Berücksichtigung der altersspezifischen Struktur werden die natürlichen Stimmfunktionen trainiert, verbessert und gepflegt. Die Schülerinnen und Schüler erleben so auch in besonderer Weise die emotionale Wirksamkeit der Musik. Zugleich eignen sie sich ein umfangreiches und vielfältiges Repertoire an. Im Rahmen der Abiturprüfung können sie im Fach Stimmbildung eine musikpraktische Prüfung ablegen. Regelmäßig beteiligen sich Sängerinnen und Sänger des Landesgymnasiums für Musik mit Gesangsprogrammen erfolgreich am Wettbewerb „Jugend musiziert“.


  • Chorleitungsunterricht: Chorleitung ist ein Wahlpflichtfach am Landesgymnasium und wird ab Klasse 10 angeboten. Es ermöglicht auf einzigartige Weise die fächerübergreifende Verbindung mehrerer musikalischer Disziplinen: Neben dirigiertechnischen Fertigkeiten werden auch Fähigkeiten des analytischen Hörens, des eigenen niveauvollen Singens, des Klavier- bzw. Partiturspiels sowie Kenntnisse einer werkgetreuen Liedinterpretation geschult, angewendet und vervollkommnet. Die Schülerinnen und Schüler erlernen ab dem Schuljahrgang 10 in einer 3-jähringen Ausbildung die Techniken des Dirigierens und erwerben Kenntnisse zum methodischen Aufbau einer Chorprobe, zur chorischen Stimmbildung sowie zu musikalischen Interpretationsmöglichkeiten. Chorleitung findet als Gruppenunterricht in 2 Wochenstunden statt, wobei für Liedeinstudierungen und musikalische Detailarbeit die jeweilige Lerngruppe den Chor bildet, mit dem die Schüler abwechselnd üben und arbeiten. Am Landesgymnasium besteht die deutschlandweit einmalige Gelegenheit, diesen Unterricht in einen musikpraktischen Teil des Musikabiturs münden zu lassen. Neben der regulären Benotung des Unterrichts können zusätzlich die staatlich anerkannten Chorleiterabschlüsse C1 (nach 2-jährigem Unterricht) sowie C2 (nach 3-jährigem Unterricht) durch eine separate Prüfung erworben werden.

  • Klavierunterricht: Im Klavierunterricht lernen die Schülerinnen und Schüler, Klaviermusik ausdrucksstark und werkgerecht zu interpretieren. Durch eine vielseitige Stückauswahl wird den Schülern der Zugang zu allen musikalischen Stilepochen vermittelt. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, sich auf eine Klavierprüfung für die Abiturprüfungen im Fach Musik vorzubereiten. Bereits mehrfach sind Schülerinnen und Schüler aus dem Wettbewerb „Jugend musiziert“ als Preisträger in den Disziplinen Solo, Vierhändigspiel und Kammermusikbegleitung hervorgegangen. Für die Aufnahme am Landesgymnasium sind Vorkenntnisse im Klavierspiel nicht zwingend Bedingung, aber sehr erwünscht. Zum täglichen Üben stehen in Schule und Internat für alle Schüler Instrumente zur Verfügung.


  • Sprecherziehung: Das Fach Sprecherziehung wird für die Jahrgangsstufen 9 und 10 als Gruppenunterricht angeboten. Der fakultativ zu belegende Kurs umfasst zwei Schuljahre und endet mit einem Zertifikat. Den Schwerpunkt der Ausbildung bildet die Vermittlung einer Sprechtechnik, die zur normgerechten Lautbildung und Beherrschung der deutschen Standardsprache befähigt. Praktisch wird dies an künstlerischen und Sachtexten erprobt sowie auf Alltagssituationen übertragen. Auch Grundfertigkeiten im freien Sprechen werden in diesem Zusammenhang erarbeitet. Daneben lernen die Schülerinnen und Schüler, ihre Stimme funktionell richtig zu gebrauchen und gesund zu erhalten. Durch die Erfahrungen, die sie während der zwei Unterrichtsjahre sammeln, können sie eigene sprecherische Potenzen entdecken und ausloten. Nicht selten erhalten sie auch Impulse für die spätere Berufsfindung.


  • Orgelunterricht: Der Orgelunterricht ist eine Arbeitsgemeinschaft. Er findet in der Schule an einem hauseigenen Instrument statt, das auch zum Üben zur Verfügung steht. Die Schülerinnen und Schüler erlernen die Grundlagen des Pedalspiels und das Zusammenspiel mit den Händen. Dabei arbeiten sie an vierstimmigen Chorälen und an leichter bis mittelschwerer Orgelliteratur. Bei entsprechendem Interesse ist die Vorbereitung auf ein Studium der Kirchenmusik in beiden Konfessionen möglich. In diesem Fall bestehen auch Einsatzmöglichkeiten in Gottesdiensten und Messfeiern.