:











Waldprojekttag mit Spaten, Spaß und Sonne 24.10.2019

Schüler des Landesgymnasiums für Musik pflanzen 550 Bäume

Füller und Bücher haben die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen des LGM am vergangenen Donnerstag gegen Spaten und Hacke eingetauscht und im Rahmen eines Waldprojekttags im Harz Bäume gepflanzt. Dazu bereiteten die Schüler unter Anleitung und Betreuung von Forstbetriebsleiter Eberhard Reckleben und Revierleiter Johannes Ganzert vom Forstbetrieb Oberharz die Pflanzlöcher vor und setzten junge Baumpflanzen, sogenannte Wildlinge.
Die ca. einen halben Hektar große Fläche am Büchenberg direkt an der Bundesstraße 244 Richtung Elbingerode war vorher vom Forstbetrieb vorbereitet worden. „Hier standen hundertjährige Fichten, die durch die Trockenheit der letzten beiden Sommer geschwächt und vom Borkenkäfer befallen waren“, erläuterte Forstdirektor Reckleben.
Vor der Pflanzaktion waren die Bäume gefällt worden. Die Mitarbeiter steckten auf der beräumten Fläche zunächst das Pflanzfeld durch farbig markierte Pfähle ab.

Auf der gedachten Linie zwischen den Pfählen pflanzten die Mädchen und Jungen in Zweierteams jeweils im Meterabstand die jungen Bäume, überwiegend Buchen und Fichten, aber auch eine Kiefer und Eiche.
Die strenge Pflanzordnung einzuhalten war angesichts der Baumstümpfe, Totholzreste und Wurzeln gar nicht immer einfach, andererseits notwendig, damit die jungen Bäume bei späteren Pflegearbeiten gefunden und frei von schnellwüchsigen Brombeeren und Birken gehalten werden können.
Erst in ein paar Jahren werden sie der Konkurrenz des Unterwuchses entwachsen sein. Während eine Schülergruppe pflanzte und ihre Bäume für einen möglichst guten Start am neuen Standort angoss, holte eine zweite Gruppe Baumnachschub.
Die Wildlinge wurden in der Nähe des Pflanzfeldes vorsichtig mit Spatengabeln aus Naturverjüngungen an Wegböschungen geworben. Auf dem Weg dahin wurde das Ausmaß des Baumsterbens ringsum sichtbar und verdeutlichte, was Forstdirektor Reckleben den Schülerinnen und Schülern vor Beginn der Pflanzung über die Zusammenhänge von extremen Witterungen, nicht Standort-gerechten Bäumen, Monokultur und Schädlingsbefall erklärt hatte.
Mit Feuereifer und Freude, Ausdauer und immer einem Lied auf den Lippen packten die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe an, auf „ihrer“ Fläche einen neuen Mischwald zu pflanzen. Begleitet wurden sie dabei von herrlich sonnigem Herbstwetter und tatkräftig unterstützt durch ihre Klassenlehrer, Internatserzieherin und einige Eltern. Am Ende staunten alle nicht schlecht, dass sie zusammen über 500 Bäume gepflanzt hatten!
Zum Abschluss verabschiedeten und bedankten sich die Schülerinnen und Schüler „nach Art des Hauses“ musikalisch bei den Mitarbeitern des Forstbetriebs mit einem Lied aus ihrem Herbstrepertoire. Eine Fortsetzung des aus der Elternschaft initiierten Projektes ist für das nächste Frühjahr geplant. Es gibt noch viele Flächen zu bepflanzen!